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Sedimentologie & marine Paläoumweltdynamik


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Forschungsgebiete der Arbeitsgruppe

Die Herausforderungen des aktuellen Klima- und Umweltwandels verlangen ein tiefgehendes Verständnis der dabei ablaufenden Prozesse und ihrer Steuerungsfaktoren. Die Analyse der geologischen Vergangenheit kann hierzu wichtige Erkenntnisse liefern; dies gilt insbesondere für Intervalle der Erdgeschichte, die als Analog-Szenarien für den aktuellen und prognostizierten Klima- und Umweltwandel dienen können (z.B. Treibhausphasen des Mesozoikums und Paläogens oder abrupte Klimaschwankungen des Pleistozäns).

Da die Ozeane im globalen Klimageschehen eine tragende Rolle spielen, konzentriert sich die Forschung unserer Arbeitsgruppe auf den marinen Ablagerungsraum. Faunistische und geochemische Untersuchungen mariner Mikrofossilien ermöglichen die Rekonstruktion wichtiger Klimaparameter der Vergangenheit, so z.B. der Temperatur und des Salzgehalts verschiedener Wassermassen in den Ozeanen,  der Sauerstoff- und Nährstoffverfügbarkeit am Meeresboden oder des Eisvolumens auf den Kontinenten. Dabei ist die methodische Weiterentwicklung von Analyseverfahren an karbonatischen Mikrofossilien (insbesondere Foraminiferen) ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeiten.

Ein weiteres Standbein unserer Forschung ist die sedimentologische und geochemische Untersuchung von Sedimenten. Sie ermöglicht die Rekonstruktion der physikochemischen Ablagerungsbedingungen und kann z.B. Auskunft über den Sauerstoffgehalt oder die Stärke von Strömungen am Meeresboden geben. Durch die Integration mit unseren faunistisch-geochemischen Untersuchungen an Mikrofossilien ergibt sich so ein umfassendes Bild der marinen Klima- und Umweltdynamik durch die Zeit.

Im Fokus unser aktuellen Forschungsprojekte stehen Zeitabschnitte des Meso- und Känozoikums (v.a. die vergangenen 140 Millionen Jahre), die durch besonders gravierende Klima- und Umweltveränderungen gekennzeichnet waren. So beschäftigen wir uns mit der Entstehung Organik-reicher Sedimente, die unter den Treibhaus-Bedingungen der Kreidezeit abgelagert wurden, und der klimatischen Steuerung von Ozeanströmungen. Ein weiterer Forschungskomplex untersucht die Ursachen des sukzessiven Aufbaus von Eisschilden im Laufe des Känozoikums und beschäftigt sich mit der Frage, welche Folgen dies für das globale Klimasystem sowie marine Ökosysteme hatte.

 

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Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 22.03.2017
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